Freitag, 8. Februar 2019

Sanierung des Kavalierhauses und der historischen Mauer

Auch in 2019 ist die Geschichtswerkstatt der Bürgerstiftung Kavalierhaus wieder für Sie da.Unsere erste Veranstaltung findet statt am 28. Februar und am 6. März 2019 jeweils um 19.00 Uhr im Kavalierhaus. Karla Seisel berichtet über die Sanierung des Kavalierhauses und der historischen Mauer.


Für die umfangreiche Sanierung in 2009 und 2010 wurde das Gebäude geschlossen; es wurde vollkommen ausgeräumtDas Haus wurde entkernt, teilweise wurden Fußböden und Decken entfernt. Marode Stellen wurden ausgebessert, vor allem an den Ständern und Streben der Außenwände. Das Dach wurde abgetragen. Das Haus erhielt eine neue Unterkofferung. Die Lehmwickel waren im Laufe der vielen Jahre spröde und brüchig geworden und wurden ausgewechselt. Die Tapeten wurden abgenommen, gereinigt und dann nach Fertigstellung der Räumlichkeiten wieder an ihrer alten Stelle angebracht. Im Hausflur hat man die Tapeten in Form einer Tapetenwand dokumentiert, ebenfalls die diversen Farbschichten der Hölzer. Ein Höhepunkt der Sanierung war der Moment, in dem man unten im Flur das Renaissance-Portal unter dem Putz entdeckte. Es stammt aus der Zeit um 1546. Den Restauratoren war es wichtig, Altes zu erhalten bzw. Altes und Neues zu verbinden, um so die Geschichte des Hauses aufzuzeigen.

Das zum Kavalierhaus gehörende Grundstück reichte ursprünglich weit über die Konrad-Adenauer-Strasse nach Osten hin und grenzte in etwa an das heutigen Kreishaus II. Nach Norden hin war das Grundstück durch die Hausfassaden und durch eine Mauer begrenzt; gebaut mit einem historischen Backstein. Im Laufe der Stadtentwicklung der letzten 50-100 Jahre wurde das Grundstück von Osten her immer wieder eingekürzt. Die letzte große Veränderung gab es durch den Bau der Konrad-Adenauer-Strasse in den 70er Jahren. Danach blieb nur auch nur noch ein kleiner Rest der ehemaligen Mauer stehen. Diese historische Mauer wurde jetzt saniert.

Zahlreiche Fotos und Dokumente veranschaulichen den Vortrag. Wegen der begrenzten Sitzplätze im Kavalierhaus wird um Platzreservierung gebeten bei Karla Seisel, Tel. 05371/627974 oder 01711212604. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Bürgerstiftung sind willkommen.

Mittwoch, 22. August 2018

Die Entwicklung der Stadt Gifhorn in den Jahren 1957 bis 1961


Die Geschichtswerkstatt der Bürgerstiftung Kavalierhaus lädt am 27. September 2018 um 19.00 Uhr wieder in die frühere Schalterhalle der Sparkasse zu einem Vortrag von Herrn Birth über die „Entwicklung der Stadt Gifhorn in den Jahren 1957 bis 1961“ ein. Herr Birth setzt damit seine Reihe über die Geschichte Gifhorns von 1945 fort und führt uns in die Zeit des Wirtschaftswunders.

Christinenstift nach Erweiterung 1957
Viele besondere Ereignisse in der Stadt Gifhorn werden von ihm in Erinnerung gerufen, wie die Umsetzung der Ehrenmale vom Schillerplatz auf den alten Friedhof oder das 100. Vereinsjubiläum des MTV im Jahr 1961. Im Dezember 1958 wurde auf dem evangelischen Friedhof die neue Friedhofskapelle eingeweiht. In diesem Abschnitt berichtet Birth über die Gifhorner Friedhöfe. Da die Bekleidungsfirma Hempel im Jahr 1957 das 25-jährige Betriebsjubiläum feierte, wird die bauliche Veränderung der Firma im Steinweg vom 1. Geschäftshaus bis zur heutigen Galerie anhand von Bildern gezeigt. Im Jahr 1948 übernahmen die diakonischen Heime in Kästorf das Fremdenheim, auch Herberge zur Heimat genannt, an der Bromer Straße und erweiterten 1958 das Haus mit einem Anbau aus Klinkern als Alters- und Pflegeheim. Herr Birth berichtet über die Entwicklung der Diakonischen Heime und auch die Herkunft des Namens „Christinenstift“. Viele öffentliche Gebäude sind in der Zeit von 1957 bis 1961 entstanden, u.a. die Alfred Teves Schule, die Erweiterung des Wasserwerkes, der Kindergarten Rosengarten, das Gesundheitsamt, das ehemalige Polizeigebäude in der Bergstraße, die Kasernen des Bundesgrenzschutzes und es kamen neue Baugebiete hinzu. Der Bürgerschützensaal wurde 1957 aufgrund seines Alters abgerissen und mit einer Gaststätte neu aufgebaut.

Es werden auch an weitere Veränderungen in der Stadt Gifhorn wie die Einführung von Parkuhren oder die Einrichtung eines Stadtbusses erinnert und über die Kommunalwahl im Jahr 1961 berichtet. In der ersten Sitzung des neuen Gemeinderates wurde Herbert Trautmann zum ersten Mal als Bürgermeister der Stadt Gifhorn gewählt. Sein erster großer Auftritt war die Eröffnung des Schützenfestes im gleichen Jahr.

Wir bitten um telefonische Platzreservierung bei Karla Seisel, Tel. 05371 627 974 oder 0171 121 2604. Es wird kein Eintritt erhoben, Spenden für die Bürgerstiftung sind willkommen.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Gifhorner Kirchengeschichte


Am Donnerstag, 31. Mai 2018 um 19.00 Uhr wird Frau Karla Seisel im Rahmen der  Geschichtswerkstatt der Bürgerstiftung Kavalierhaus in der ehemaligen Schalterhalle der Sparkasse einen Vortrag zum Thema "Gifhorner Kirchengeschichte" halten.

Die Ägypter, die alten Griechen und Römer und die Germanen verehrten ihre Götter.
St. Nicolai
Mit der Geburt von Jesus Christus beginnt unsere heutige Zeitrechnung und auch die Christianisierung. Bis etwa 800 nach Chr. gab es weiterhin den heidnischen Glauben, aber auch schon den neuen Glauben. Es herrschte eine Mischkultur.
Karl der Große hat die Christianisierung intensiv eingeführt. Es wurden sog. Urkirchen gebaut, meist an alten Handels- oder Heereswegen und auch an alten Kultstätten. In unserem Bereich war es die Urkirche bzw. das Groß-Kirchspiel „Meynum“, das heutige Meine und es umfasste den Bereich Papenteich und Fallersleben.
St. Bernward
Erst mit der Einführung der Reformation und der neuen Orientierung des christlichen Glaubens wurde durch Herzog Franz eine Superintendentur gebildet und nach Gifhorn in die Nähe seines Schlosses verlegt.
Dieser protestantische Glaube bestimmt viele Jahre unser kirchliches Leben. Als Kirchen gab es die Nicolai-Kirche in der Stadt und die Schloss-Kapelle im Gifhorner Schloss.
Erst mit der Industrialisierung um 1850 kamen die Menschen aus katholischen Gegenden nach Gifhorn. Für sie wurde 1914 die St. Bernward-Kirche am Ziegelberg gebaut.

Der Vortrag geht mit Bildern und Erklärungen auf die Entwicklung der Kirchen in Gifhorn ein.
Um Anmeldung wird gebeten bei Karla Seisel, Tel. 05371/627974 oder 0171 1212604.
Es wird kein Eintritt erhoben, Spenden für die Bürgerstiftung sind willkommen.